Verein

Hier ein Artikel von der letzten Jahreshauptversammlung des Vereins.



Nächstenliebe pur
Freiwillige Feuerwehr Rummelsberg erntet viel Lob für ihre Arbeit
Rummelsberg. 186 Stunden: So lange hat im Jahr 2009 jeder Aktive der Freiwilligen Feuerwehr Rummelsberg im Durchschnitt ehrenamtlich Dienst getan. Legt man einen 8,5-Stunden-Tag zugrunde, sind das umgerechnet 21 Arbeitstage. Im Ausbildungsbereich wurden im vergangenem Jahr 87 Stunden Theorie und Praxis vermittelt. Diese beeindruckenden Zahlen konnte Kommandant Hans-Jürgen Hopf bei der Jahreshauptversammlung der Freiwilligen Feuerwehr Rummelsberg verkünden.
Harald Frei bedankte sich als Geschäftsführer der Rummelsberger Dienste bei den Feuerwehrfrauen und Feuerwehrmännern für ihr Engagement und zollte seinen Respekt für die geleistete Arbeit. Dass die freiwilligen Helfer jederzeit bereit seien, bei Einsätzen den Kopf hinzuhalten und dafür auch große Teile ihrer Freizeit opferten, „ist Nächstenliebe pur“.
Bürgermeister Bernd Ernstberger würdigte die „hervorragende Arbeit“ der Rummelsberger Feuerwehrleute. Der Großbrand in Schwarzenbruck im vergangenen Dezember habe gezeigt, auf welch hohem Niveau sich die Wehr befände. Erfreut zeigte sich Ernstberger über ihre vielen jungen Mitglieder.
Auch Kreisbrandinspektor Peter Schlerf vom Dienstbezirk 3 Nürnberger Land lobte die reibungslose Zusammenarbeit der verschiedenen Löschteams beim Einsatz in Schwarzenbruck. Außerdem ermunterte er die Rummelsberger Kameraden und Kameradinnen, auch weiterhin möglichst zahlreich die Ausbildungsangebote zu nutzen.
Kommandant Diakon Hans-Jürgen Hopf stellte in seinem Jahresbericht die Einsatzstatistik 2009 vor. Insgesamt 48 Mal musste die Rummelsberger Feuerwehr ausrücken. In dieser Größenordnung bewegten sich die Einsatzzahlen auch in den vergangenen Jahren. Am häufigsten musste die Wehr Technische Hilfe leisten, wie beispielsweise Ölspuren beseitigen, vollgelaufene Keller auspumpen oder durch umgestürzte Bäume blockierte Straßen freiräumen.
Zu Bränden wurde die Feuerwehr viermal gerufen. Der spektakulärste Einsatz war der Großbrand in einer Produktionshalle in Schwarzenbruck im Dezember. Gemeinsam mit der Feuerwehr Schwarzenbruck und den Feuerwehren der Nachbargemeinden konnte der Brand gelöscht und ein Übergreifen der Flammen auf ein angrenzendes Wohnhaus verhindert werden. Äußerst erschwert wurden die Löscharbeiten durch den starken Frost, der unter anderem dazu führte, dass teilweise die Atemschutzgeräte an der Schutzkleidung festfroren. Verletzt wurde bei dem Einsatz niemand. Bei den drei anderen Löscheinsätzen handelte es sich um Kleinbrände. 2008 war die Rummelsberger Feuerwehr neunmal zu Bränden gerufen worden.
23 Mal rückten die Rummelsberger Feuerwehrleute 2009 in Folge eines Fehlalarms aus. Hier war im Vergleich zum Vorjahr ein starker Anstieg zu verzeichnen. Kommandant Hopf nannte als Ursache, dass die zirka 3.000 installierten Brandmelder sehr schnell ansprechen. Nur in fünf Fällen wurde der Alarm mutwillig oder aus Versehen ausgelöst.
Keine Nachwuchssorgen
2009 gab es sechs Eintritte in die aktive Wehr. Somit hat die Freiwillige Feuerwehr momentan 38 aktive Mitglieder, zehn davon sind Frauen. Außerdem freut man sich über 13 Anwärter. Akute Nachwuchssorgen hat die FF Rummelsberg also nicht, allerdings machen die vielen beruflich bedingten Austritte der Wehr große Sorgen.
Ein großes Problem ist auch der Mangel an Kameraden und Kameradinnen, die für das Tragen von Atemschutzgeräten ausgebildet sind. Derzeit besitzen 13 Feuerwehrleute diese Qualifikation – zehn zu wenig. Diesen Bedarf zu decken, ist äußerst schwierig. Zum einen bekommen die Rummelsberger zu wenig Plätze bei den erforderlichen Fortbildungslehrgängen zugewiesen. Ein weiteres Problem ist die hohe Fluktuation bei den aktiven Mitgliedern der Wehr. Oft werden ausgebildete Atemschutzgeräteträger an andere Arbeitsstätten versetzt und stehen der Rummelsberger Mannschaft somit nicht mehr zur Verfügung. Deshalb nannte Hopf als eines der obersten Ziele der kommenden Jahre, die Ausbildung in diesem Bereich zu verstärken. Weitere wichtige Ziele sind die Modernisierung der Fahrzeughalle, die Sanierung der Atemschutzwerkstatt und die Einrichtung der Atemschutz-Pflegestelle.
Als Höhepunkte des vergangenen Jahres beschrieb Hans-Jürgen Hopf die Aktivität der Freiwilligen Feuerwehr beim Kinderferienprogramm der Gemeinde Schwarzenbruck, gemeinsame Übungen mit den Freiwilligen Feuerwehren Feucht, Pfeifferhütte und Schwarzenbruck sowie die Teilnahme am Tag der offenen Tür der Feuerwehr Winkelhaid.
Weiter konnte Kommandant Hopf eine ganze Reihe von Beförderungen und Ernennungen vornehmen. Jörg Lindner wurde zum stellvertretenden Gruppenführer, Philipp Ritter zum stellvertretenden Jugendwart ernannt. Gruppenführer Jakob Goschenhofer konnte Gratulationen zu seinem zehnjährigen Dienstjubiläum entgegennehmen.
Anschließend berichtete Jugendwart Jörg Lindner gemeinsam mit seinen Stellvertretern Philipp Ritter und Konstantin Dähne aus der Jugendarbeit. Sowohl der Vereinsvorstand als auch Kassenwartin Petra Hopf wurden entlastet. Bei der Prüfung der Kasse gab es keinerlei Beanstandungen. Bei der Wahl des stellvertretenden Kommandanten wurde Walter Beer von den 26 Wahlberechtigten mit großer Mehrheit in seinem Amt bestätigt.
In seinem Rückblick auf das Jahr 2009 berichtete der 1. Vorsitzende Walter Beer von den gemeinsamen Unternehmungen und Ausflüge der Rummelsberger Feuerwehrleute. Als besonderes Highlight nannte er den Besuch eines Auftritts des fränkischen Kabarettisten Klaus Karl-Kraus in der Schwarzenbrucker Bürgerhalle. Feste Termine bei den Vereinsmitgliedern der Freiwilligen Feuerwehr Rummelsberg sind mittlerweile die zweimal im Monat stattfindenden Kegelabende. Als Höhepunkte des kommenden Jahres nannte der Vorsitzende einen geplanten Besuch bei der Freiwilligen Feuerwehr Herzogsägmühle und eine Herbstwanderung.
Beer konnte den Beitritt von drei neuen Mitgliedern in den Verein vermelden. Insgesamt zählt der Verein der Freiwilligen Feuerwehr Rummelsberg jetzt 39 Mitglieder. Ziel sei es, weitere Vereinsmitglieder zu gewinnen.
Zum Abschluss seiner Ansprache appellierte Walter Beer an alle Kameraden und Kameradinnen, sich regelmäßig an Übungen zu beteiligen, um so im Umgang mit den Geräten sicher zu bleiben und die körperliche und geistige Fitness zu trainieren.
Hubert Hiecke/RA

Jahreshauptversammlung
Bildtext
Die Rummelsberger Feuerleute mit Bürgermeister Bernd Ernstberger, dem 1. Vorsitzender Walter Beer und 1. Kommandant Diakon Hans-Jürgen Hopf (v.li.) sowie Kreisbrandinspektor Peter Schlerf (re.). Foto: Hiecke

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